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Monographien

Prof. Dr. Lieselotte E. Saurma

Lehrstuhl für Mittelalterliche Kunstgeschichte 

 


Vollständiges Schriftenverzeichnis (als pdf)
Gesammelte Schriften  (ART-Dok)

 

 

Bücher

Pietät und Prestige im Spätmittelalter. Die Bilder in der Historienbibel der Solothurner Familie vom  Staal. Basel 2008.

Mit der Historienbibel des Johann vom Staal besitzt die Solothurner Zentralbibliothek einen ganz besonderen Schatz. Das der Belehrung und Erbauung dienende Buch wurde um 1460 im Auftrag des Solothurner Stadtschreibers Johann vom Staal in der Werkstatt Diebold Laubers im elsässischen Hagenau hergestellt. Die reiche Ausstattung, die gepflegte Schrift, die grosszügige Gestaltung und die durchgehend gleichbleibende Papierqualität machen diese Handschrift so wertvoll. Alle Miniaturen sind ganzseitig abgebildet, detailliert beschrieben und um Vergleichsabbildungen ergänzt. Lieselotte E. Saurma-Jeltsch erläutert die Besonderheiten der Darstellung anschaulich und erschliesst so den Lesern Bild für Bild dieses einzigartige Werk der Buchkultur. 

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Spätformen mittelalterlicher Buchherstellung. Bilderhandschriften aus der Werkstatt Diebold Laubers in Hagenau, 2 Bde. Wiesbaden 2001.

Diese Untersuchung leistet einen Beitrag zur Geschichte des Buches und dessen Illustrationen am Vorabend des Buchdrucks. Im Zentrum steht eine Gruppe von Handschriften, die im Umkreis des am Oberrhein von 1420 bis 1474 tätigen Schreibers und Unternehmers Diebold Lauber entstanden sind. Das Programm umfasst die wichtigsten „belletristischen“ Werke des Mittelalters, wie Parzival, Tristan, Trojanerkriege sowie erbauliche und unterweisende Texte. Bedeutungsvoll für Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte sind diese Codices vor allem wegen ihrer reichen Illustrierung. Für die Wirtschaftsgeschichte ist die Werkstatt Diebold Laubers interessant wegen der Herstellungsweise der Handschriften, die als Vorform einer industrialisierten Arbeitsweise gilt, für die Sozialgeschichte sind die Manuskripte als Beispiele sogenannter Volkshandschriften wichtig. Die Werkstatt Laubers und die dort entstandenen Handschriften, die mit ihren etwa 10.000 Bildern einen unerschöpflichen Schatz für Leben und Denken im Spätmittelalter darstellen, werden in einer ausführlichen Einleitung unter den verschiedensten Aspekten untersucht. Der Katalog der rund 90 behandelten Codices arbeitet den auf zahlreiche Bibliotheken verstreuten Bestand auf. Umfangreiches Bildmaterial, das in dieser Dichte von keiner anderen Gruppe mittelalterlicher Handschriften vorliegt, dokumentiert die untersuchten Zusammenhänge. In der Veränderung der Bildprogramme sowie auch der Herstellungsweise der Handschriften spiegelt sich nicht nur ein tiefgreifender gesellschaftlicher und politischer, sondern auch ein frömmigkeitsgeschichtlicher Wandel. 

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Die Miniaturen im »Liber scivias« der Hildegard von Bingen. Die Wucht der Vision und die Ordnung der Bilder. Wiesbaden 1998.

Die adelige Äbtissin Hildegard von Bingen (1098–1179) darf wohl als berühmteste Frau des hohen Mittelalters bezeichnet werden. In ihren Werken fasziniert sie gleichermaßen als visionäre Mystikerin wie auch als Naturheilkundige und Musikerin. Unter den zahlreichen schriftlichen Zeugnissen ist der „Liber scivias“ („Wisse die Wege“), der ihre Visionen enthält, eines der bedeutendsten. Der Text ist in wenigen Kodizes überliefert, zu denen die etwa 800 Jahre alte, mit 35 schon damals sehr ungewöhnlichen Miniaturen ausgestattete Rupertsberger Prachthandschrift gehört.
Das vor oder kurz nach dem Tod Hildegards im Rupertsberger Konvent bei Bingen entstandene Original ist seit 1945 verschollen, ist aber in einer kurz zuvor von Hand gefertigten, vorzüglichen Kopie, die heute in der Abtei St. Hildegard, Eibingen bei Rüdesheim aufbewahrt wird, überliefert.
Bei den Illustrationen zum „Liber scivias“ handelt es sich um fast zeitgenössische bildliche Umsetzungen von Hildegards Schilderungen ihrer mystischen Erfahrungen. Die mit kostbaren Materialien, mit Gold, Silber und sogar Bronze versehenen Miniaturen sind bis ins kleinste Detail geplante, nahezu Wort für Wort übersetzende Verbildlichungen der Visionen und der aus ihnen gewonnenen Belehrungen. Sie behandeln also nicht einfache und vertraute Themen, sondern es werden konventionelle Bildformen in nie gesehene Zusammenhänge gebracht, und es entsteht dabei – ähnlich wie im Text Hildegards – aus eigenwilligen Metaphern eine neue Bilderwelt.
In 35 ausführlichen Beschreibungen werden die einzelnen Miniaturen anhand der Visionstexte und der Kommentare erklärt. Zahlreiche Vergleichsbeispiele aus der hochmittelalterlichen Kunst informieren über die künstlerischen Kenntnisse der Buchmaler. Das so gewonnene Verständnis vertieft die von den Miniaturen ausgehende urtümliche Wucht und ästhetische Faszination und eröffnet einen neuen Zugang zu den Visionen der Seherin Hildegard von Bingen. Ausführliche Literaturangaben und ein Register erschließen das reichhaltige Material.
 

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Die Rüdiger Schopf-Handschriften. Die Meister einer Freiburger Werkstatt des späten 14. Jahrhunderts und ihre Arbeitsweise. Aarau/Frankfurt am Main/Salzburg 1981.

 

Im Zentrum der Untersuchung steht eine für die Stilentwicklung am Oberrhein bedeutsame, in den Jahren 1391–1415 von Rüdiger Schopf, Pfarrer am Freiburger Münster und dortigen Heiliggeistspital, geschriebene Manuskriptgruppe. Wegen der Breite des Materials bieten diese reich illustrierten Codices Ansatzpunkte zu generellen Untersuchungen, denn obgleich die Maler der in Freiburg arbeitenden Werkstatt unbekannt bleiben, kann doch ein klares Bild ihrer Mitglieder und deren Zusammenarbeit gewonnen werden. Außer zwei fremden Kräften sprechen sie über Jahre hinweg eine gemeinsame Sprache und entwickeln ein auf wenige Grundformeln reduziertes Formenvokabular, das einer Stilrichtung angehört, die während des 14. Jahrhunderts am Ober- und Hochrhein bekannt gewesen sein muss. Ausgangspunkt waren die beiden großen Liederhandschriften Manesse und Weingartner, in deren Strom sich Wandmalereien von Oberstammheim bis Zürich ebenso einordnen lassen wie Werke der profanen Kunstproduktion, die eine besondere Rolle als Traditionsvermittler spielten. In der bis anhin verwirrend vielgestaltigen Stillandschaft des Ober- und Hochrheins verbindet diese Objekte eine Gemeinsamkeit der Sprache, die vor allem in den Städten gepflegt wurde. Wie die Liederhandschriften dürften auch sie von der führenden Oberschicht in Auftrag gegeben und von Laienmalergruppen wie derjenigen der Rüdiger Schopf-Handschriften ausgeführt worden sein, die Motive aus der älteren Prager Wenzelswerkstatt ebenso verarbeiten wie Anspielungen auf oberitalienische Handschriften. Fremdes wird hier zum Zitat und steht meist im Dienst des Inhaltes. Leichte Lesbarkeit der Bilder ist das zentrale Anliegen der Illustrationen: sie sollen dem Betrachter die Heilsereignisse einprägen und in ihren typologischen und moralischen Dimensionen vergegenwärtigen.

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Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 16.02.2017
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